Jung und Alt zeigen sportlichen Einsatz

03. September 2018

Rheda-Wiedenbrück (cd) - Volksfeststimmung hat in St. Vit geherrscht, als am Samstagnachmittag insgesamt mehr als 850 sportlich Begeisterte aller Altersklassen während der Veranstaltung „Laufen und Gutes tun“ auf die Strecke gingen.

Der gleichnamige Verein richtete in diesem Jahr die 14. Auflage des beliebten Volkslaufs aus – wie immer komplett für den guten Zweck – und das ganze Dorf zog mit. „Es ist immer wunderbar hier in St. Vit, der eine Verein hilft dem anderen“, sagte Andreas Post von „Laufen und Gutes tun“. So waren am Samstag mehr als 100 freiwillige Helfer von nahezu allen St. Viter Vereinen und Institutionen im Einsatz. In der Hand hat die Organisation der Veranstaltung seit Anbeginn das Team rund um Andreas Post. „Wir haben uns in diesem Jahr ein paar neue Leute in das Kern-Organisationsteam geholt“, berichtete er und freute sich über inzwischen 13 Organisatoren, die sich das ganze Jahr über ein Mal pro Monat trafen. Im vorigen Jahr konnten bei „Laufen und Gutes tun“, mehr als 16 000 Euro für den guten Zweck zusammengetragen werden. Damit betrug die Gesamtspendensumme vor der Veranstaltung am Samstag rund 189 000 Euro. „Ich bin mir also ziemlich sicher, dass wir die 200 000-Euro-Marke in diesem Jahr knacken werden“, sagte Post und strahlte, denn die Erlöse kommen ausschließlich Projekten zugute, denen sich die Macher des St. Viter Volkslaufs eng verbunden fühlen.

Erlöse für gute Zwecke

So geht ein Teil der Spenden an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei. Die Organisatoren versuchen nach Auskunft von Andreas Post eigentlich jede Typisierungsaktion in der Region mit finanziellen Mitteln zu unterstützen. Ebenso freuen sich seit einigen Jahren die Menschen hinter dem Projekt „Der Weg nach Hause“ über finanzielle Zuwendungen. Dieses ermöglicht es, schwer kranken Kindern die letzte Zeit vor ihrem Tod zu Hause zu verbringen. Ebenso erhalten unverschuldet in Not geratene Familien aus Rheda-Wiedenbrück Spenden. Damit die Geldsumme für die guten Zwecke auch möglichst in die Höhe getrieben wird, wurde viel Arbeit in das Rahmenprogramm investiert. So gab es den Tag über Livemusik von der großen Bühne, die auch während der „After-Run-Party“ am Abend nicht enden wollte. Vorführungen, beispielsweise der Judo-Abteilung der TSG Rheda, ergänzten das Programm auf dem Gelände der Kreisfeuerwehrschule ebenso wie Akrobatikkünstler im Rhönrad-Fahren. Angefeuert wurden die Sportler nicht nur von zahlreichen Zuschauern, sondern auch von vier Musikkombos entlang der Laufstrecke.

2000-Meter-Distanz der Schüler beliebt

Während bei den 10- und 4,8-Kilometerläufen an der Spitze ein hohes Tempo herrschte und beispielsweise Philipp Kaldewei von der LV Oelde nur 35:07 Minuten benötigte, um die 10-Kilometer-Strecke zu absolvieren und sich so den Sieg zu sichern, gibt es jedes Jahr auch Laufangebote für den Nachwuchs. So gingen allein 80 Starter aus den Geburtenjahrgängen 2011 bis 2016 beim „Bambini-Lauf“ an den Start. Der anschließende 2000-Meter-Schülerlauf war wieder so gut nachgefragt, dass er in zwei Rennen, nach Geschlechtern getrennt, ausgeführt wurde. Bei den Mädchen freute sich Larissa Thiele mit 6:42 Minuten über die beste Zeit. Auf die Plätze zwei und drei kamen Marie Landwehrjohann und Nele Wippich. Bei den Jungen gewann Leonel Nhanombe in beachtlichen 5:39 Minuten vor Fynn Landwehrjohann und Henning Albert.

71 Teams hatten sich für die in den 4,8-Kilometer-Lauf integrierte Firmenwertung angemeldet. Die Rangfolge im Ziel der jeweils dreiköpfigen Teams ergab sich aus den aufaddierten Laufzeiten der Teilnehmer. Hier gewann das Team „Gebrüder Diekötter“ mit 49:09 Minuten. Teil dieses Teams ist Ferhad Sino. Der 22-Jährige setzte sich auch in der Einzelwertung über 4,8 Kilometer durch und gewann souverän mit über einer Minute Vorsprung vor Nils Wicken. Gleich mit mehreren Teams in der Firmenwertung war das Ratsgymnasium aus Wiedenbrück angetreten. Mit ihrem Dreierteam kam die Damengewinnerin in der Einzelwertung, Katharina Bekemeier, auf Platz fünf.

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